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Vera's Rugby Team
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Vera in Québec

Mein Austauschsemester in KANADA

Warum ich mich im Herbst entschieden habe für ein Semester nach Kanada zu gehen ist mir bis heute noch ein Rätsel, war aber mit Sicherheit die beste Entscheidung meines Lebens.

Natürlich war ich kurz vor meiner Abreise total nervös und unsicher aber nachdem ich eine tolle Abschiedsfeier hatte und wusste, dass meine Freunde und Familie total hinter mir stehen   stieg ich mit viel Erwartung ins Flugzeug ein. Nach einem langen anstrengenden Flug kam ich um ca. 10 Uhr nachts in Ottawa an. Noch immer total motiviert und gespannt jetzt gleich meine Gastfamilie kennen zu lernen betrat ich den Airport Kanadas. Dort sah ich dann auch meine Gastfamilie zum aller ersten Mal und verspürte sofort ein willkommen- heißendes Gefühl. Meine Gastfamilie besteht aus meinen zwei Gasteltern und meinen drei Gastgeschwistern. Dass ich Geschwister hatte, half mir vor allem zu Beginn, weil es alles um einiges erleichterte. In der Zwischenzeit sind wir so sehr zusammengewachsen, dass sie für mich wie richtige Geschwister sind. Ich habe ca. 15 Minuten von Ottawa, Hauptstadt Kanadas entfernt, in einem Vorort namens Orleans gelebt.

Es blieb gar nicht viel Zeit meine Gastfamilie erstmals richtig kennen zu lernen, da ich schon am darauf folgenden Montag in die Schule gehen musste. Im Nachhinein gesehen war das gar nicht so schlecht, da ich keine Zeit hatte an Zuhause zu denken und somit absolut kein Heimweh verspürte.

Die ersten paar Tage in einer kanadischen Schule würde ich als interessant, etwas eigenartig und doch sehr lustig beschreiben. Dass ich bei Erklingen der Nationalhymne nicht sitzen und auch nicht mehr weitergehen durfte, waren Dinge die ich nicht wusste und erst lernen musste. Anfangs fühlte ich mich schon ein bisschen verlassen und alleine, aber das änderte sich komplett nach den ersten paar Tagen. Man lernt irrsinnig schnell viele neue Leute kennen und fühlt sich dann gar nicht mehr ausgeschlossen. Besonders lustig fand ich, dass das Klischee, dass Austria oft mit Australia verwechselt wird, wirklich existiert. So musste auch ich oft erklären, dass es bei uns keine Kängurus gibt und dass Österreich in Europa liegt.
Etwas Ungewöhnliches war für mich, dass sehr viele Kanadier Österreich mit dem Musical „Sound of Music“ assoziieren und ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung hatte um was es sich bei „Sound of Music“ eigentlich handle. Jetzt bin ich schlauer und weiß, dass Sound of Music in den 60er Jahren in Salzburg gedreht worden ist und einem typischen österreichischen Heimatfilm ähnelt. (Ich selbst fand den Film eigentlich mehr langweilig als unterhaltsam; aber das ist Geschmackssache!)
Durch meine neuen Freunde habe ich auch eine beliebte kanadische Sportart erlernt, nämlich Rugby und durfte dann auch glücklicherweise eine Saison lang mitspielen.  
Natürlich habe ich mich auch mit Ice-Hockey beschäftigt, da zu meiner Zeit, Ottawas Nationalteam „Senators“ es bis ins Finale schafften.   

Durch meine Organisation bin ich auch etwas rum gekommen in Kanada. Man sagt ja, dass Kanada eigentlich das größte Land der Welt ist. Ein etwas primitiver aber guter Vergleich um es anschaulich zu machen wie groß Kanada eigentlich ist, wäre wenn du einen Globus hernimmst und mit den Fingern vergleichst ob der Weg von der einen Seite Kanadas zu der anderen länger ist, als der Weg von Österreich nach Kanada? Du wirst keinen großen Unterschied merken, da der Abstand ziemlich gleich groß ist!
Das heißt, trotzdem ich schon 6 Stunden mit dem Zug gefahren bin, war ich zwar schon in Toronto, aber immer noch im selben „Bundesland“ Ontario. In Toronto war ich am CN- Tower (höchster Turm der Welt) und habe die Niagara Fälle bestaunt. Ansonsten habe ich noch Montreal, Quebec City, Kingston und Brockville gesehen.    

Jeder Tag brachte eigentlich eine neue Herausforderung mit sich, die ich gerne in Angriff nahm. Deshalb würde ich es auch jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat, ein Austauschjahr, -semester oder –monat zu machen, es auch wahrzunehmen.  
Mein Austauschsemester war eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe nicht nur sprachliches Gut dazu gewonnen sondern auch Selbstvertrauen und Selbstständigkeit. Darüber hinaus kann ich mir sicher sein, dass ich in Kanada bei meiner „zweiten“ Familie immer willkommen sein werde.    

                                                                                                        Vera Haschkovitz


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